Wer dieses Jahr zum Glemseck 101 wollte, brauchte vor allem eines: Geduld. Wegen einer gesperrten Tunnelröhre auf der nahegelegenen A81 wurde der Autobahnverkehr über die gleiche Ausfahrt ausgeleitet, wie die Besucherströme zum Glemseck 101. Glemseckveteranen nahmen es gelassen, schließlich geht es auf dem Veranstaltungsgelände an der L1187 und L1188 auch nicht viel schneller voran. Stolze drei Kilometer ziehen sich die Zelte und Stände von Händlern, Motorradherstellern, Vereinen und Initativen auf den eigens dafür gesperrten Landesstraßen durch das Mahdental. Drei Kilometer die spätestens zur Mittagszeit aus allen Nähten platzen. Nicht ohne Grund. Das Glemseck 101 gehört seit Jahren zu den größten Motorradfestivals in Europa und lockt die vielfältige Besucherschar vor allem durch sein entspanntes Konzept.
Marke und PS des eigenen Hobels? Egal. Bierchen trinken und Live-Mucke anhören? Klar. Motorradgottesdienst und danach Rennen auf der 1/8 Meile anschauen? Sowieso, außer man bleibt auf dem Weg dorthin wieder an einem besonders gut gemachten Umbau hängen und verquatscht sich. Obwohl die Kultveranstaltung mit ihrer 18. Auflage in diesem Jahr volljährig wurde, blieb alles bei Alten. Der Eintritt war weiterhin frei, lediglich die Parkgebühren für zweispurig anreisende Besucher wurden erhöht. Obwohl noch keine offiziellen Besucherzahlen vorliegen, dürfte das angenehme Spätsommerwetter für einen neuen Besucherrekord gesorgt haben.
