Am ersten Maiwochenende hieß es endlich wieder „Ein Herz bewegt“, als der 34. Love Ride auf dem Flugplatz Dübendorf bei Zürich über die Bühne ging. Rund 7.500 Teilnehmer und Besucher versammelten sich bei traumhaften Wetter, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Der Höhepunkt war dabei wieder die gemeinsame Motorradtour – der „Ride-out“. Dabei können muskelkranke und beeinträchtigte Menschen in Gespannen und Trikes mitfahren und werden von tausenden Motorradfahrenden solidarisch begleitet. Für die Betroffenen ist die Ausfahrt durch das Zürcher Ober- und Unterland ein großes Stück Freiheit in ihrem schweren, durch Mobilitätseinschränkungen geprägten, Alltag. Angeführt wurde der Konvoi in diesem Jahr von der muskelkranken Susanne Henzmann (24) aus Wölflinswil, die als Botschafterin stellvertretend für alle Betroffenen zum Event eingeladen hatte. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm, bei dem neben Stuntshows und einem Powerchair-Hockeyspiel auch sechs Bands für gute Laune sorgten.
Überschattet wurde die rein ehrenamtlich organisierte Herzensangelegenheit in diesem Jahr von Zukunftssorgen. Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten gehen auch an den Sponsoren, die einen beträchtlichen Teil der Großveranstaltung finanzieren, nicht spurlos vorüber. Da der Love Ride nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern alle Einnahmen an Bedürftige weiterleitet, sind diese Gelder jedoch existenziell. Chairman Bruno Leutwyler bringt es auf den Punkt: „Damit es den Love Ride auch in Zukunft noch gibt, sind wir auf Sponsoren angewiesen.“. Um so schöner, dass am Ende des Tages ein vorläufiger Spendenertrag von 250.000 CHF vermeldet wurde, der das Gesamtergebnis über alle Jahre hinweg auf 9,3 Millionen CHF erhöht.
