Bikes, Burnouts, Busen und Büchsenbier ist eigentlich immer das Erste was mir einfällt, wenn mich jemand fragt wie das Bike and Music Weekend war.  Die Subsumierung ist vielleicht ein bisschen platt (fällt auch regelmäßig dem Lektor zum Opfer wenn ich einen Artikel darüber bei einer Redaktion einreiche…), passt aber eigentlich ganz gut um den Trubel in Geiselwind zu beschreiben. Es  ist schließlich ein Motorradtreffen und wer da einen Sit-in von Chorknaben erwartet, liegt glücklicherweiser komplett daneben. Abgesehen davon freue ich mich immer mal wieder darüber, eine Alliteration an den Mann  gebracht zu haben.

Kurz die Fakten: 4 Tage mit Livebands, Dragraces, Bikes und US-Cars und viel, viel verbranntem Gummi. Die Sause findet alljährlich in Bayern, Verzeihung: Franken,  auf dem Rasthof Strohofer an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg statt. Party machen zwischen Bezahlt-Pinkeltopf und Zapfsäule hört sich im ersten Moment vielleicht nicht so spannend an, wenn man aber die Dimensionen sieht, relativiert sich das Ganze relativ schnell wieder. Hier kann man (und Frau) es ordentlich krachen lassen, ohne dass gleich die Rennleitung an der Zeltstange rüttelt.

Das hat sich in der Zwischenzeit auch herumgesprochen; 2016 waren über das Wochenende mehr als 28.000 Besucher und etwa 8.000 Motorräder vor Ort. Für die Dragsterszene, für die es am Folgewochenende dann auf den NitrOlympX auf dem Hockenheimring Ernst wird, hat sich das Bike and Music Weekend auch schon zu einem inoffiziellen Warm-Up entwickelt . Richtig durchstarten können die PS-Boliden auf der Showmeile natürlich nicht, für das Publikum ist es trotzdem ein Erlebnis wenn die hochgezüchteten zwei- und vierrädrigen Vehikel mal kurz am Gas ziehen oder drücken und etwas Nitromethan durch den Motorblock jagen. Besonderes Pech hatte dieses Jahr allerdings das Duck-Racing-Team aus Frankreich, welches mit einem 8.000 PS starken Jetdragster angereist war. Bereits am ersten Abend wollte die Rakete auf Rädern nicht so recht. Pech? Nicht für die Franzosen. Die fuhren kurzerhand nach Hause um, tauschten die PS-Monster und konnten rechtzeitig zum Showlauf Samstagnacht mit Ihrem 16.000 PS „Predator“ richtig einheizen.

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