Mofarennen. Samstagnachmittag, abgelegener Feldweg. Erste Zigarette und Hansa Pils. Das sind wahrscheinlich bei nicht wenigen die Assoziationen die dabei im Kopf auftauchen. Es geht aber auch anders, wie die Traditionsveranstaltung Moto 5 vor den Toren Karlsruhes zeigt. Seit 22 Jahren steht jeweils zum Herbstanfang  betreutes Heizen auf der Kartbahn Liedolsheim auf dem Rennplan. Aus ganz Deutschland reisen dafür Teams an, um mit ihren motorisierten Fahrrädern möglichst viele Runden während der achtstündigen Rennzeit unter die Reifen zu bringen.

Spätestens beim Gang durch die Boxengasse wird klar, dass sich diese Veranstaltung gar nicht so sehr von einem richtigen Motorradrennen, wie beispielsweise auf dem nahegelegenen Hockenheimring, unterscheiden. Bis zur letzten Sekunde wird an der Motorabstimmung gefeilt und über die  Idealline diskutiert. Es ist alles nur etwas kleiner und bei der Geräuschentwicklung der 50 Kubikzentimer-Motoren fehlt der Bass der großen Brüder. Im Kurvenkarussell der Kartbahn zeigt sich auch recht schnell, dass es ohne fahrerisches Können nicht geht und das muss sich keinesfalls hinter dem der Profis verstecken. Hanging-Off vom Feinsten, spannende Zweikämpfe und Spitzengeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern dampfen den Hubraum-Unterschied recht schnell ein.

 

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