Daran, das Lebkuchen gefühlt bereits kurz nach Ostern in den Auslagen der Konsumtempel liegen, hat man sich ja gewöhnt. Aber ein Weihnachtsbaum im August? Das wäre dann doch zu viel des Guten – außer es handelt sich dabei um den Spitznamen der Startanlage bei den Nitrolympx. Vom 15. bis zum 16. August hatten sich 39.000 Zuschauer auf dem Hockenheimring versammelt, um bei der größten Drag Racing Veranstaltung Europas eine vorgezogene Bescherung zu feiern.

Geschenke in Form von vielen ungezügelten Pferdestärken hatten die 270 Teams der 18 Klassen mehr als genug dabei. Donnernder Lärm, verbrannter Gummi und beißende Nitromethanol-Schwaden sorgten dabei nicht nur für glänzende, sondern des öfteren auch für tränende Augen.

Nachdem in den letzten Jahren schon der ein oder andere Hitzerekord im Motodrom gebrochen wurde, sorgte am Samstag immer wieder auftretender Regen für kühle Temperaturen und Chaos. Rennläufe mussten verschoben werden oder fielen komplett aus. Auch die legendäre Nightshow litt unter den Wetterbedingungen und konnte nur in einer eingeschränkten Version stattfinden. Am Finaltag hatte das Wetter aber ein Einsehen mit den PS-Junkies und lieferte mit strahlenden Sonnenschein ideale Rennbedingungen.


Bei den Motorrad-Klassen stellten die „Top Fuel Bikes“ die stärkste und lauteste Klasse. Vier, mit dem flüssigen Sprengstoff Nitromethanol befeuerte Zylinder liefern bei diesen Bolidem etwa 1.500 PS an den 40 Zentimeter breiten Hinterreifen ab. Das reichte für Zeiten unter 6 Sekunden auf den 400 Metern des Dragstrips – mehr geht wahrscheinlich nur rittlings auf einer Rakete.

Der amtierende Champion Philippos Papafilippou (Griechenland) und Führender im Gesamtklassement konnte im Finallauf der Top Fuel Bikes den Schweden Rikard Gustafsson mit drei Zehntelsekunden schlagen (6.210 Sekunden, v-max 366 Stundenkilometer). In der Zweizylinderfraktion der Super Twin Bikes gewann Roman Sixta (Tschechien). In der Pro Stock Klasse, bei denen nur klassisches Tuning die Frisur beim Start nach hinten fönt, konnte sich Charly Abraham aus Frankreich mit 7.330 Sekunden auf den ersten Platz brennen.

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