Auf einem normalen Geburtstag darf man sich über Geschenke und einen entspannten Tag freuen. Wenn das Erzbergrodeo seinen Fünfundzwanzigsten feiert, gibt es allerhöchstens eine Extraportion Staub und Schweiß.

Auch 2019 wurde das Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble seinem Ruf als härtestes Extrem-Enduro Rennen der Welt wieder gerecht. Der Kampf gegen den eisernen Berg brachte 2019 selbst die Weltbesten der Szene erneut an ihre Grenzen, nur 16 der 500 gestarteten Fahrern erreichten im vorgegeben Zeitfenster von vier Stunden das Ziel.  Allen voran der Brite Graham Jarvis (Husqvarna), der sich seinen bereits fünften Sieg holte und damit mit dem bisherigen Rekordsieger Taddy Blazusiak gleichzog.  Mit einer Zeit von 2 Stunden und 14 Minuten dominierte der „King of Extreme Enduro“ das gesamte Feld und machte einmal mehr deutlich, das er trotz seiner 44 Jahre die Benchmark im Extrem Endurosport ist.

Der 21-jährige Deutsche Manuel Lettenbichler (KTM) machte es Jarvis aber alles andere als leicht. Lettenbichler übernahm schon kurz nach dem Start die Führung und behielt diese auch bis in den berüchtigten Streckenteil „Carl’s Dinner“. Die extrem selektive Felspassage ist aber auch als „Graham’s Land“ bekannt, und so zog der Rockstar Husqvarna Factory Rider in der anerkannt schwersten Herausforderung des Offroadsports an Lettenbichler vorbei. Schlußendlich kam Manuel mit nur 2 Minuten Rückstand auf Jarvis als Zweiter ins Ziel und feierte nach 2018 sein bereits zweites Podium beim Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble. Hinter Jarvis und Lettenbichler entbrannte über die gesamt Renndistanz ein epischer Kampf um den letzten Platz am Podium. Wade Young (RSA/Sherco), Alfredo Gomez (ESP/Husqvarna) und Mario Roman (ESP/Sherco) lagen alle über weite Strecken des Rennens in Schlagdistanz zum Podium. Im Streckenteil „Grüne Hölle“ konnte sich der 29-jährige Spanier Mario Roman dann durchsetzen und erkämpfte kurz hinter hinter Lettenbichler den dritten Platz am Podium. 

Alfredo Gomez (ESP/Husqvarna) verpasste das Podium nur knapp als Vierter. Erzbergrodeo-Ikone Taddy Blazusiak, der einen schlechten Start hatte und sich nach vorne durchkämpfen musste, belegt den 6ten Platz während der 3-fache Red Bull Hare Scramble Sieger Jonny Walker (UK/KTM) mit einem 8ten Platz Vorlieb nehmen musste. Lars Enöckl (Husqvarna) finishte als bester Österreicher auf dem elften Platz, Dieter Rudolf (AUT/KTM) brachte die brandneue KTM 300 EXC TPI Erzbergrodeo Sonderedition auf den hervorragenden 13ten Rang. (Text: Martin Kettner – Erzbergrodeo Press/Media-Service)

 

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